04.08.2018: Going home

Die einen wollten gerne noch viel länger in Enschede bleiben, die anderen freuten sich nach sechs Nächten im Schlafsack auf das Bett in Berlin. Beim letzten Team-Meeting am Abend davor war jedenfalls vereinbart worden, dass heute alle um 07.00 aufstehen und ihre Taschen packen, Luftmatratzen entlüften, Zelte abbauen und Müll entsorgen, sich gegenseitig helfen…

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Schon morgens um 04.30 Uhr sind die ersten dabei. Reisefieber, es läuft! Alle Befürchtungen des Betreuerteams lösen sich in Luft auf, Zelt um Zelt verschwindet.     Alle, die Probleme haben, erhalten Hilfe – z. B. von Matze, der nimmermüde jeden unterstützt, der guten Willen, gute Laune, helfende Hände oder gute Ideen zu schätzen weiß.

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Hier ist ein „Team“ aus Frauen und Männern zwischen Anfang 20 und Ende 60 zusammengewachsen. Wir sind stolz. Ingo Bullermann resümiert: „Meine Kollegin und ich wollten früh aufstehen, um anderen beim Zeltabbau zu helfen. Am Ende wurde UNS dabei geholfen. Klasse!“

Bis 08.30 Uhr ist unsere Campingwiese schon fast leer, dafür ist auf dem Parkplatz des Diekman-Sportparks umso mehr los. Pünktlich um 10.00 Uhr rangiert unser Reisebus der Firma Schwartenbeck durch viele andere hindurch an den vereinbarten Platz. Zelte, Gepäck, Menschen…. Einpacken!

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Menschen, Gepäck, Fahrzeuge. Team um Team reist ab, man sich verabschiedet sich, verspricht sich ein Wiedersehen. Die Stimmung ist auch am Abreisetag entspannt und herzlich.

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Es gibt viele herzliche Umarmungen, Abschiedsrufe und gute Wünsche – von den vielen Volunteers bis zum Security Service. Auch ein Teil vom Spirit of the game, der hier so oft beschworen wurde!

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Hier Bert (links) und Robert (rechts) im Bild – zwei der Häuptlinge von Veranstalterseite legen persönlich Hand an.

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Am Ende gibt es noch ein Fotoshooting mit den beteiligten Fachkräften. Nicole & Ingo (beide Neue Chance/Monitoring-Team) waren schon weg. Von links: Felix und Robert (Monitoringteam GEBEWO), Ania (Unionhilfswerk), Michel (Berliner Stadtmission), Marke, Andre, Martin und Janine (alle GEBEWO), Monique (Internationaler Bund) Agatha (Unionhilfswerk) und Sasa (Bürgerhilfe). Ein Super-Team, Danke an Euch alle!

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Um 10.30 Uhr reist unsere Gruppe wie geplant ab.

Bye bye, Enschede! Das war großes Kino, big cinema!

Hope to see you all 2020 in Berlin!?!

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Tag 5: Wir sind ein Team

Der Freitag bricht mit dem Bewusstsein an, dass es der letzte Tag vor der Heimfahrt nach Berlin sein wird. Ein bisschen Abschiedsschmerz macht sich schon auf der Teambesprechung nach dem Frühstück bemerkbar. Wir machen das Beste draus und zwar ein sunny Teamfoto:

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Da es mit 35 °C wohl auch der heißeste Tag der Woche ist, wird das Sportprogramm auf wenige Wettkämpfe reduziert. Sehr beliebt im Team Berlin: Dodgeball, in German Völkerball, für viele DER Ballsport ihrer Kindheit. Sehr lustig, aber nicht ohne Herausforderungen. Wir holen Platz 3. Hier auf dem Foto: Fabio als letzter Spieler in action auf dem Feld!

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Parallel wird Crossfit angeboten, ein gnadenloses Fitnessprogramm, bei dem sich nur noch einige Hartgesottene vergnügen. Marek und Ingo werden reich belohnt mit einer Urkunde, einem Shirt, einer Medaille und kräftigem Muskelkater.

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Für den Nachmittag erhalten unsere Teilnehmer von unseren niederländischen Gastgebern Tickets für Freibad, Billiard- und Bowlingcenter nebenan. Eine Gruppe läuft nachmittags in die Innenstadt, um einiges von Enschede außerhalb des Diekman Sportparks zu entdecken.

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Abends ein Barbecue und dann die letzte Preisverleihung – auf dem Podium auch unser Völkerballteam.

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Und dann die Abschlusszeremonie – jede Menge Applaus, Dank und Musik – man merkt, dass für alle hier eine großartige Woche zuende geht.

Auf einer großen Leinwand wird das Grußvideo unserer Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales gezeigt. Elke Breitenbach signalisiert, dass sie gewillt ist, zusammen mit dem Berliner Senat die Social Inclusion Games nach Berlin zu holen.

Robert Veltmann, Geschäftsführer der GEBEWO – Soziale Dienste – Berlin, und Ingo Bullermann, Geschäftsführer der Neuen Chance, bekräftigen vor den Organisatoren und mehreren hundert Teilnehmern, dass sie versuchen werden, den „Spirit of the game“ nach Berlin zu tragen.

2019 wird es aufgrund der aufwendigen Vorbereitungen nicht mehr möglich sein, dass Berlin Gastgeber der Social Inclusion Games wird. Aber 2020 könnte es realisiert werden, wenn sich Trägerorganisationen, Senat und Bezirke zusammentun und am gleichen Strang ziehen. Wir werden bald nach unserer Rückkehr Gespräche suchen und hoffen das Beste.

Hier nochmal persönliche Eindrücke einiger unserer Teilnehmer*innen:

Tag 4: Hitzeschlachten in Enschede

Schon morgens ist klar, dass heute einer der heißesten Tage wird, mindestens 32 °C sind zu erwarten. Aber die Laune ist gut, und die Erwartungen sind hoch, auch wenn die sportlichen Leistungen der vergangenen Tage bereits in den Muskeln und Knochen stecken.

Neben den Finalspielen im Fußball gibt es heute Dart, Softball, einen Tennisworkshop und einen Erlebnisparcours für die geistige Aktivierung (bekannt als Gedächtnistraining). Vertreter aus Politik, Verwaltung und Sozialwirtschaft sind zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion angereist.

Alle Veranstaltungen sind aufgrund der großen Hitze anstrengend und schlagen teils etwas aufs Gemüt.

Während sich draußen Frauen und Männer um Bälle balgen oder in der Kantine Pfeile werfen, muss sich unser engagierter Neue Chance – Geschäftsführer, Ingo Bullermann, in Schale werfen und im extrem aufgeheizten Zelt vor etwa 75 Fachkräften und Funktionären bei gefühlten 70 °C englischsprachig vortragen. Es geht darum, welche Rolle Sport bei Inklusion und Empowerment spielen kann, und Ingo gibt zu Protokoll, dass Deutschland hier von Dänen und Niederländern einiges lernen kann. Ein guter Anreiz, die Games 2020 nach Berlin zu holen!

Ingo auf dem Podium

Die Youngsters in unserem Team treten parallel unter heißer Sonne gegen gut trainierte dänische, holländische und englische Mannschaften an und bewähren sich mit Bravour.

Teamfoto Fußball

Nach fünf Spielen bei 32° C Hitze stehen drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage auf dem Ergebniszettel.

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Das reicht letztlich zu einem 2. Platz, den wir uns mit einem der niederländischen Teams teilen.

Fast der gesamte Rest des Berlin Teams ist zeitgleich beim Dart-Turnier zugegen. Auch hier steht wurfgeübte internationale Konkurrenz vor den runden Scheiben.

Dart wettbewerb

Also wieder viel zu jubeln bei der Siegerehrung! Ganz besonders für unsere beiden Shuffleboarder, denen gestern aufgrund einer skandalösen Panne die Medaillen vorenthalten worden waren. Heute die Korrektur: Platz 3 – Matze, Platz 1 – Rouven – und das in einer typisch holländischen Sportart!

Beim Dart holt Rainhard den dritten Platz, hier posiert er (links auf dem Foto) mit Rouven (1. Platz „Shuffleboard“).

Dart

Für den Tennisworkshop erhalten schließlich Ania, Heiko und Michel erneut einen Preis für den „Spirit of the Games“. Unter großem Applaus verkündet Robert Veltmann, GEBEWO-Geschäftsführer, dass wir den Preis der Berliner Spozialsenatorin übergeben werden – und damit weiter Werbung machen für die Social Inclusion 2020 in Berlin!

 

 

Tag 3: The Spirit of the Games

 

An diesem Tag sind wir von Anfang an voll dabei – konkret mit fünf Teilnehmern erstmals um 7.00 Uhr beim Yoga! Beim Frühstück wird die Entspannung noch größer: erstmals gibt es Rührei.

Das wahrscheinlich exotischste Event des Tages sind die Highland Games, eine Mischung aus Steinewerfen, Tonnen rollen, Rugby und Seillaufen. Die vier Männer im folgenden Film schlagen wir für das Outfit des Tages vor:

An allen anderen Wettkämpfen nehmen auch heute Sportler und Mannschaften unseres Teams Berlin teil: 50 Meter Freistil, Badminton, Beachvolleyball, Street Basketball und nicht zu vergessen, die nun wirklich systemrelevante Disziplin „Shuffleboard“.

Und wieder gibt es auch Medaillen! Unser Team gewinnt Silber beim Beachvolleyball –  unter sengender Sonne, erst am späten Nachmittag ganz knapp geschlagen in einem  dramatischen Finale.

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Heroes des Tages sind für mich (Robert) unsere drei jungen Helden Chris, Felix und Sebastian, die an einem unglaublich schweißtreibenden Nachmittag mit viel Energie, Herz und sensationellen Spielzügen den 4. Platz im Street Basketball erkämpfen.

 

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Bei der abendlichen Siegerehrung wird das Berliner Basketballteam überraschend für Fairness und Sportsgeist belohnt und mit dem Spirit of the Game – Price ausgezeichnet.

Neben Sport werden täglich auch viele andere kreative und kulturelle Aktivitäten angeboten. Heute kann man z.B. bei unserer Kollegin Sabine und unserem Freiwilligen Felix an dem bei der GEBEWO berühmten Gedächtnistraining teilnehmen.

 

Der Tag endet mit toller Musik – Dustin nutzt die Chance des Open Mic zu einer klasse Performance. Don´t miss the video, Digger!!!

 

Tag 2 „Medaillenregen“ :-)

Der Tag beginnt ähnlich wie gestern – niemand von uns schafft es um 07.00 Uhr zum Yoga, aber alle sind gut drauf, und die Sonne scheint. Die schlechte Nachricht des Tages: am Nachmittag fegt der Wind innerhalb von Sekunden unsere beiden Pavillon-Zelte. Schade, waren so mühsam aufgebaut und sehr beliebt. Sorry, Teupe!

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Sonst aber ein toller Tag! Wir machen bei allen angebotenen Sportarten und Disziplinen mit: Bogenschießen, Frisbee, Mensch-ärgere-Dich-nicht, Mini-Tischtennis, Schach, Tennis und Volleyball.

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Nachmittags stoßen dann noch Nachzügler aus Berlin zum Team: Welcome Nicole und Ingo von der Neuen Chance und Sabine von der GEBEWO!

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Ganz schön sonnig.

Großes Staunen und unermessliche Freude dann am Abend bei der Preisverleihung: das Team Berlin hat heute 1 x Bronze,  3 x Silber und 3 x Gold gewonnen.

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Und das Beste daran ist, dass wir nicht in den nebensächlichen Sportarten wie Fußball oder Volleyball gewonnen haben, sondern in den wirklich wichtigen Wettbewerben wie Frisbee oder Mensch-ärgere-Dich-nicht dominieren konnten.

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Ingrid und Thorsten haben im gemischten Mini-Tischtennis im B-Pool Bronze geholt.

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Silber haben wir jeweils im Tennis-Einzel (Stefan ), Mini-Tischtennis gemixt (Jibola & Partner aus Schottland) sowie im Mini-Tischtennis-Einzel (Sasa) erkämpft.

Gold haben wir im Mini-Tischtennis-Doppel (Ingrid & Sasa) gemixt, im Frisbee-Wettbewerb und schließlich im Mensch-ärgere-Dich-nicht-Turnier erreicht.

Absolutes Highlight: Unserem Volleyball-Team wurde der begehrte „Spirit-of-the-game-Price“ verliehen, weil wir die fairste und freundlichste Mannschaft auf dem Feld waren.

Am Abend wieder gute Tanzmusik am Main Place und gute Gesprächsrunden am Zeltplatz. Hier noch einige persönliche Eindrücke:

 

Tag 1: Wir finden uns

Morgens um 07.00 geht das Programm mit Yoga in Enschede los. Aber für unser Team ist das nach der anstrengenden Anreise deutlich zu früh.

Stattdessen Kaffee und Frühstück ab 07.30, Anmeldung für Fußball, Boulé und Badminton. Teambesprechung. Teambesprechung aud dem Zeltplatz

Die Teamleader André und Sascha sind morgens beim Teamleaderbriefing.Teamleaderbriefing

Nach dem Frühstück geht es endlich los mit Sport!

Unsere Teilnehmer*innen beteiligen sich an allen angebotenen Sportarten des Tages. BadmintonBouléwettbewerbTrotz Temperaturen von etwa 30 ° sind alle mit Spaß und Ehrgeiz dabei. Eines von Jibola´s 3 Toren gegen das Team aus ManchesterEin Höhepunkt: Der hohe 4:1 Sieg der Berliner gegen das Team aus Manschester (!).  Hier mit dem 3. Tor von Jibola, unserem jungen ehrgeizigen Stürmer.

Die Medaillen dieses Tages gehen aber dann an starke dänische, holländische und englische Teams.

Der erste Schreck des Tages:                                                                                                     Matze, einer unserer Fußballer rutscht dabei mit dem Kopf gegen eine Seitenbande und blutet stark, so dass das Notfallteam kommt. Doch Matze grinst schon wieder und sagt: „Das gehört doch dazu“.Matze, Hero of the day!

Abends dann, die große offizielle Eröffnungsveranstaltung mit dem Bürgermeister von Enschede, Onno van Veldhuizen (in der Mitte des Bildes) und dem niederländischen Organisationschef Bert Délien (links).Bert Delien mit dem Bürgermeister von Enschede Onno van VeldhuizenDie Sponsoren und Kooperationspartner der SIGN 2018

Und hier noch einige Stimmen aus dem Berliner Team heute:

 

 

 

29.07.2018 Ankunft in Enschede

Nach fast 7 Stunden Busfahrt ist das 40-köpfige Berliner Team in Enschede gut angekommen.Gepäck auf dem Parkplatz

Der Weg zum Abendessen 🙂Auffahrt zum Diekman SportparkUnsere Campingfläche20180729_185549

Eine Herausforderung war der Aufbau von 40 Zelten, das Aufpumpen von 40 Luftmatratzen mit 5 ElektroAkkus und vor allem der Aufbau von zwei Pavillionzelte (12 Leute haben 2 Stunden lang gerätselt, wie die Teile zusammengehören).20180729_185542

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Pavillionzeltaufbau….echt kompliziert!

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